Gerd Hieronymus (72) aus Jüchen-Aldenhoven:
Ich wohne da, wo ich wohnen möchte
Die Diagnose Polyneuropathie stellt Gerd Hieronymus und seine Frau Jackie vor die Frage: Umzug oder barrierefreier Umbau. Die Entscheidung war für Herrn Hieronymus klar.

Seit etwa 30 Jahren wohnen Jackie und Gerd Hieronymus in Jüchen-Aldenhoven im Rheinland, nahe der belgischen und holländischen Grenze in ihrem stilvoll eingerichteten Reihenhaus. Hier haben sie ihre beiden Kinder groß gezogen und hier wollen sie auch ihren Lebensabend verbringen.

Zumindest Gerd „Hiero“ Hieronymus (72) ist sich da ganz sicher, obwohl vor mehr als zehn Jahren bei ihm eine Polyneuropathie als Folge seiner Diabeteserkrankung diagnostiziert wurde. Seitdem machen ihm vor allem die Beine zunehmend Probleme, das Gehen und insbesondere das Treppensteigen wird immer beschwerlicher. Ihr Reihenhaus mit den vier Etagen ist jedoch alles andere als barrierefrei: Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche liegen in drei unterschiedlichen Etagen.

„In den letzten zwei Jahren musste mein Mann sich die Treppe Stufe für Stufe hoch ziehen. Das war nicht nur qualvoll, sondern auch gefährlich“, erläutert Frau Hieronymus die Situation. Für sie stand daher fest: Entweder muss ein Treppenlift her, mit dem ihr Mann die Treppe selbständig und sicher überwinden kann, oder es steht ein Umzug in ein barrierefreies Haus an.

Jackie Hieronymus:

Ich stamme aus England, wenn man da ein Haus gebaut hat, das nicht mehr zu den
Bedürfnissen passt, dann zieht man halt um. Hier in Deutschland ist das anders. Das
ist scheinbar eine Frage der Mentalität.

Gerd Hieronymus steigt aus seinem Hausaufzug

Ein Umzug ist für ihren Mann ausgeschlossen, daher fordert sie Prospekte von verschiedenen Treppenliftherstellern an und vereinbart Beratungsgespräche vor Ort. Doch nach den ersten Gesprächen wird klar: Der Fall ist komplizierter als gedacht. In ihrem Haus gibt es zwei verschiedene Treppen, es müssten zwei unterschiedliche Treppenlifte her, damit Herr Hieronymus wieder alle Etagen des Hauses erreichen kann. Bei einem Sitzlift müsste zudem auf jeder Etage ein Rollator oder ein Rollstuhl stehen, damit er sich dort frei bewegen kann.

Herr Vallee von der Firma HIRO LIFT macht ihnen den Vorschlag, statt zwei Treppenliften oder Plattform-Schrägaufzügen einen Senkrechtaufzug im Haus zu installieren. Die Kosten für einen solchen Hausaufzug decken sich in etwa mit den Angeboten für die zwei Plattformanlagen. Doch zu den Kosten für den Aufzug kommen teure Umbaumaßnahmen hinzu, denn der Lift lässt sich weder außen am Haus installieren, noch in einem Treppenauge. Es müssen aufwändige Deckendurchbrüche geschaffen werden, die alle Etagen für fast drei Monate in eine Baustelle verwandeln.

Im August 2015 begannen die Bauarbeiten, bis Ende Oktober war der Aufzug montiert und einsatzbereit. Bis auf den Krach und den Dreck der Umbauarbeiten, die Familie Hieronymus einige Nerven gekostet haben, verlief der Einbau des Aufzugs ohne größere Schwierigkeiten.
Angst, den Aufzug zu benutzen hatte Herr Hieronymus zu keiner Zeit. Selbst anfangs nicht, als das Notrufsystem noch nicht korrekt mit der Telefonanlage verbunden und daher ein Notruf noch nicht möglich war. Schnell ist der Aufzug zu einem festen Bestandteil im Alltag der Familie geworden. Die anfänglichen Bedenken, ob sich der Aufzug auch optisch in das Haus einfügen wird, ohne dabei zu viel Platz einzunehmen, sind inzwischen verflogen.

Gerd Hieronymus:

Der Aufzug bedeutet für mich eine gewaltige Veränderung. Zusammen mit dem Rollator ist das optimal. Ich bin wieder mobil und unabhängig. Das ist eine ganz neue Freiheit.

Herr Hieronymus kann sich dank des Aufzugs nicht nur selber wieder frei im Haus bewegen, mit dem Aufzug kann er auch problemlos einen Wäschekorb auf dem Rollator mitnehmen. Der Rest der Familie nutzt zwar lieber die Treppe, aber für den Transport von Wasserkisten oder anderen schweren Gegenständen sind alle Familienmitglieder über den Aufzug froh. Auch zum Familienfrieden trägt der Aufzug bei: „Manchmal hat er zu mir gesagt: ‚Im Keller im Regal rechts in der zweiten Schublade ist ein Schraubenzieher, kannst Du mir den mal holen?‘ Und dann war’s doch nicht der richtige und ich musste nochmal laufen“, erinnert sich Frau Hieronymus an die Zeit vor dem Aufzug.

Jacky Hieronymus steigt in den Homelift

Jackie Hieronymus:

Als ich früher von der Arbeit kam, hatte ich immer Angst, wie und wo ich meinen Mann vorfinde. Mit dem Aufzug mache ich mir jetzt keine Sorgen mehr.

Heute ist sie sich sicher, dass ihr Mann auch ohne sie im Haus klar kommt. Für den „Homelift“ vom Typ HIRO A4 haben sie sich genau im richtigen Moment entschieden: Der Aufzug war noch nicht lange in Betrieb, da verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Herrn Hieronymus dramatisch. Alleine Treppen zu steigen ist für ihn mittlerweile ausgeschlossen. Auf die Treppe geht er nur noch zum Training zusammen mit einem Therapeuten.

Auch heute gibt es noch ein paar kleine Dinge, die nicht optimal sind in ihrem Haus: Die Tür zur Terrasse hinter dem Haus hat zum Beispiel einen hohen Durchgang, weshalb Herr Hieronymus dort mit dem Rollator nicht sicher nach draußen kommen kann. Aber diese Kleinigkeiten sind verschmerzbar. Denn durch den Lift haben Herr und Frau Hieronymus inzwischen die Gewissheit, dass sie trotz der Umstände ihren Lebensabend gemeinsam in ihrem Haus in Jüchen-Aldenhoven verbringen können.

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