Hildegard J. (90) aus dem Raum Hannover:

Mit der Hebebühne endlich wieder ins Grüne

Nach einem Infekt ist Hildegard J. auf ihren Rollstuhl angewiesen. Da der Weg aus ihrer Wohnung hinaus jedoch über schmale Treppenabsätze führt, ist das Verlassen der Wohnung für sie monatelang so gut wie unmöglich. Heute kann Frau J. dank einer Rollstuhl-Hebebühne jederzeit wieder ihren geliebten Garten erreichen.

„Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann leg‘ einen Garten an“, lautet ein Sprichwort, das viele naturverbundene Menschen wohl sofort unterschreiben würden. Ein Garten kann seinen Besitzern nämlich vieles bieten: einen Rückzugsort von der Hektik des Alltags; einen grünen Farbtupfer zwischen langen Häuserreihen aus Stein und Beton; eine willkommene Freizeitgestaltung für all diejenigen, die sich dort mit ihrem grünen Daumen ausleben wollen.

So hatte auch die 90-jährige Hildegard J. aus dem Raum Hannover immer viel Freude an ihrer Arbeit im Garten, am „draußen an der frischen Luft sein“. Ländlich aufgewachsen auf einem Bauernhof in Schlesien, wurde ihr schon von Kindesbeinen an eine große Verbundenheit mit der Natur vermittelt. Draußen im Grünen sein zu können, das bedeutete für sie ein wichtiges Stück Lebensqualität. Bis zu ihrem 82. Lebensjahr hat sie sich sogar noch selbst um den Garten des Zweifamilienhauses gekümmert, in dem sie mit ihrer Tochter Ursula T. und deren Mann wohnt. Doch ein Sturz mit dem Fahrrad und ein daraus resultierender Knochenbruch an der Hüfte bedeuteten im Jahre 2009 einen ersten Einschnitt im Alltag von Hildegard J.: Nicht nur wurde das Laufen mühsam, sodass sie jetzt auf einen Rollator angewiesen war, auch die liebgewonnene Arbeit im Garten war nun nicht mehr möglich. Darüber hinaus wurde bei ihr zu diesem Zeitpunkt außerdem eine beginnende Demenz diagnostiziert.

Nach der Rückkehr aus der Reha galt es erst einmal, sich im heimischen Umfeld neu zurechtzufinden, denn das Anfang der 60er-Jahre erbaute Haus der Familie ist alles andere als barrierefrei. Die Wohnung von Hildegard J. liegt im Hochparterre, weshalb die möglichen Zugänge über den Hausflur oder über die Terrasse beide über schmale Treppenabsätze führen. Trotzdem spielte sich der Alltag im Haus nach einiger Umgewöhnung gut ein, da Frau J. diese Treppen mit etwas Unterstützung noch zu Fuß bewältigen konnte. Mit ihrem Rollator ausgestattet, konnte sie in Begleitung ihrer Tochter sogar kleine Spaziergänge durch den Ort und die nahegelegenen Grünzüge unternehmen, um sich den Zugang zur Natur und zum „Draußensein“ weiterhin zu erhalten. Diese kleinen Spaziergänge am Wochenende wurden zur gut gepflegten Tradition und für die naturverbundene Frau J. zu einem Höhepunkt des Tages, auf den sie sich immer wieder freuen konnte.

Im September 2016 verschärfte sich die Situation jedoch, als sich der Gesundheitszustand der mittlerweile 89-jährigen durch einen Infekt massiv verschlechterte. Seitdem ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, das Laufen ist auch mit ihrem Rollator nicht mehr möglich. Hinzu kam die im Laufe der Jahre stärker gewordene Demenz, aufgrund derer sie ab Oktober 2016 einen Platz in einem darauf spezialisierten Altersheim erhielt. Die Situation dort nahm Tochter Ursula T. jedoch schon nach einigen Wochen als nicht tragbar wahr.

Ursula T.:

„Da wurden die an Demenz erkrankten Bewohner tagsüber nur mit ihren Rollstühlen an einen Gemeinschaftstisch gefahren, wo sie dann den ganzen Tag herumsaßen, weil niemand die Zeit hatte, sich wirklich mit ihnen zu beschäftigen. Das fand´ ich schrecklich.“

Hildegard J. mit Tochter Ursula T. auf ihrer Rollstuhl-Hebebühne

Deshalb entschied sie sich zwei Monate später, im Dezember 2016, ihre Mutter in ihr vertrautes Zuhause und in die eingeschworene nachbarschaftliche Gemeinschaft ihrer idyllischen Kleinstadt zurückzuholen: Dort würde sich Ursula T. nach ihrem eigenen Renteneintritt Anfang 2017 selbst um ihre Mutter kümmern. Da diese nun jedoch auf den Rollstuhl angewiesen war, wurden die Wege aus der Wohnung heraus zu einem schier unüberwindbaren Hindernis.

Weder die nur über drei Treppenstufen erreichbare, tiefer liegende Gartenterrasse noch die Haustür, die einen schmalen Treppenabsatz von der Wohnung entfernt ist, waren für Frau J. jetzt noch zu erreichen. Daher war das Verlassen des Hauses lediglich für Arztbesuche oder für die Tagespflege möglich, wenn sie von einem Krankentransport abgeholt und mit einer Trage durch das Treppenhaus nach draußen gebracht werden konnte. An die gewohnten Runden durch den Ort zusammen mit ihrer Tochter war so natürlich nicht mehr zu denken. Noch einschneidender war für sie jedoch, dass selbst ihr eigener Garten, der sich direkt vor den Wohnzimmerfenstern erstreckt, in unerreichbarer Ferne zu liegen schien. Für die so naturverbundene Hildegard J. war dies eine überaus schwere Zeit.

Ursula T.:

„Meine Mutter fühlte sich eingesperrt. Sie war oft traurig und hat immer sehnsüchtig aus dem Fenster in den Garten geschaut, konnte ihn aber nicht erreichen.“

Der Aufbau einer Rollstuhl-Hebebühne.
Der Aufbau der Hebebühne an der neu gestalteten Terrasse.

Für Ursula T. und ihren Mann war klar, dass sich hier etwas ändern musste. Deshalb setzten sich die beiden Anfang 2017 zusammen und suchten nach Lösungen, um Frau J. den Weg nach draußen wieder zu ermöglichen. Bei einer Internetrecherche auf einem großen Vergleichsportal stießen sie schließlich auf zwei Anbieter von Liftsystemen, darunter auch die Firma HIRO LIFT. Diese kamen Mitte Februar zu ersten Beratungsgesprächen vorbei.

Da sowohl ein Treppensitzlift als auch ein Senkrechtaufzug in ihrem Haus keine sinnvollen Lösungen darstellten, entschied sich die Familie nach reiflicher Überlegung für eine Alternativlösung. In einem ersten Schritt sollte die Außenterrasse höhergelegt werden, damit Terrasse und Terrassentür nicht mehr durch Treppenstufen getrennt sind.

Anschließend sollte dann eine Rollstuhl-Hebebühne an die Terrasse angebaut werden, um so den Zugang vom Garten auf die Terrasse zu ermöglichen. So ließen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen wäre nach dem Umbau der barrierefreie Zugang zum Haus sichergestellt, zum anderen würde sich auch der Weg vom Wohnzimmer auf die Terrasse deutlich einfacher gestalten, da hierfür keine Stufen mehr überwunden werden müssten. Einziger Wermutstropfen: Durch die zeitintensiven Umbaumaßnahmen an der Terrasse war absehbar, dass es bis zum Herbst dauern könnte, bis alles Gestalt annimmt und der Lift eingebaut werden kann. Doch für den Zugewinn an Lebensqualität für Hildegard J. nahm die Familie diese Wartezeit in Kauf.

Im September 2017 war es dann endlich soweit: Die neu gestaltete Terrasse war fertig, sodass nun auch der Lift installiert werden konnte. Mit der Montage der Hebebühne war die Familie sehr zufrieden, der Aufbau ging schnell und so stand der ersten Fahrt von Hildegard J. bald nichts mehr im Wege. In Begleitung ihrer Tochter fuhr sie von der Terrasse in ihren spätsommerlich gefärbten Garten hinab, den sie vorher monatelang kaum erreichen konnte.

Ursula T.:

„Während der ersten Fahrt hat sich meine Mutter total gefreut, wieder in ihren Garten gelangen zu können. Ihr erster Weg hat sie direkt zu den neuen Rosen geführt, die mein Mann und ich kurz vorher frisch gepflanzt hatten – die wollte sie unbedingt sehen.“

Eine Rose im Garten von Frau J.

Heute ist der Lift täglich in Gebrauch. Dank des Umbaus kann sich Hildegard J. wieder auf der Terrasse oder in ihrem geliebten Garten aufhalten, und auch die Grünzüge der Kleinstadt sind stets nur eine Liftfahrt entfernt. Zusammen mit dem Lift hielt auch eine schöne Tradition erneut Einzug im Hause der Familie: Bei passendem Wetter ziehen Mutter und Tochter nun so gut wie jeden Tag ihre Jacken an und lassen sich bei einer kleinen Runde durch die Nachbarschaft die frische Luft um die Nase wehen.

Aber nicht nur für dieses große Stück Lebensqualität hat sich die Anschaffung bezahlt gemacht. Mit Blick auf die Hebebühne fügt Ursula T. hinzu: „Auch für meinen Mann und mich bedeutet der Lift ein Stückchen Sicherheit für die Zukunft. Wir beide werden ja schließlich auch nicht jünger.“

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