Zuschüsse
und Fördermöglichkeiten bei der Anschaffung eines Treppenlifts
01.
Bis zu 4.000€ pro Person

Pflegeversicherung

Bei Vorliegen eines Pflegegrades zahlt die Pflegeversicherung Ihrer Krankenkasse bis zu 4.000 € Zuschuss bei der Anschaffung eines Treppenlifts. Wohnen mehrere Personen mit einem zugewiesenen Pflegegrad in dem Haushalt, so  können bis zu vier Personen diese Förderung beantragen: ein pflegebedürftiges Ehepaar kann also bis zu 8.000 € an Zuschüssen erwarten, eine Senioren-Wohngemeischaft sogar bis zu 16.000 €

Voraussetzung für diese Förderung ist die Pflegebedürftigkeit des Treppenlift-Nutzers. Um den Zuschuss zum Treppenlift zu beantragen, reicht es bereits aus, wenn der Antrag auf die Zuweisung eines Pflegegrades gestellt wurde. Den Zuschuss erhalten können allerdings nur Personen, denen von der Krankenkasse dann zumindest der Pflegegrad 0 zugewisen wird bzw. wurde.

Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte zunächst auf den Bescheid der Krankenkasse mit der Zuweisung des Pflegegrades warten. Wer möglichst schnell einen Lift braucht und diesen notfalls auch ohne Förderung anschaffen wird, kann beide Anträge (den Antrag auf die Zuweisung eines Pflegegrades und den Antrag auf den Zuschuss zum Treppenlift) gleichzeitig einreichen. Auf diese Weise ist der Lift schneller verfügbar.

Die Anschaffung eines Treppenlifts wird von den Pflegeversicherungen als „Wohnumfeldverbessernde Maßnahme“ gefördert. Den Antrag können Sie kurz und formlos bei Ihrer Pflegeversicherung/Krankenkasse einreichen. Für die Bewilligung der Fördermittel benötigen Sie dann einen Kostenvoranschlag. Diesen erstellt Ihnen ein Fachberater von einem Treppenliftanbieter in der Regel kostenlos und unverbindlich vor Ort. Auch bei der Antragstellung und für alle Fragen rund um das Thema Zuschüsse steht ihnen ein fachkundiger Berater zur Verfügung.

02.
Bis zu 10% Zuschuss

KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit dem Programm „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss (455)“ eine Fördermöglichkeit für altersgerechten Umbau von Wohnraum. Dabei werden 10% der anfallenden Kosten für eine Wohneinheit übernommen, maximal sind 5.000 € Zuschuss möglich.

Dieser Zuschuss ist in erster Linie für private Eigentümer und Mieter von Wohnraum, die ihre Immobilie barrierefrei oder altersgerecht umbauen wollen. Auch Käufer einer soeben umgebauten Immobilie können von diesen Mitteln profitieren.

Im Gegensatz zum Zuschuss der Kranken-/Pflegeversicherung spielt das Alter oder die Pflegebedürftigkeit für diese Förderung keine Rolle. Auch junge Familien, die beim Umbau oder Kauf einer Immobilie langfristig planen, können diese Fördermittel beantragen.

Der Zuschuss kann direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden, alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier. Wichtig ist, dass der Antrag gestellt wird, bevor die Umbaumaßnahmen beginnen oder ein Kaufvertrag abgeschlossen wird.

03.
Günstiges Darlehen

KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet unter dem Förderprogramm „159 – Altersgerecht Umbauen“ ein Darlehen zu günstigen Bedingungen an. Der Kauf eines Treppenlifts kann beispielsweise mit einem effektiven Zinssatz ab 0,75 % pro Jahr zu 100 % finanziert werden.

Das Programm richtet sich an private Eigentümer, Vermieter oder Mieter von Wohnraum, auch Immobilienverwaltungen und Wohnungsunternehmen sind angesprochen.

Das Darlehen ist unabhängig vom Alter des Antragstellers, der Kreditbetrag kann bis zu 50.000 € je Wohneinheit betragen. Neben Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren können mit dem Darlehen auch Maßnahmen zur Einbruchsicherheit umgesetzt werden. Eine Pflegebedürftigkeit ist für dieses Programm nicht notwendig.

Das Darlehen kann direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden, alle wichtigen Informationen dazu finden Sie hier. Das Darlehen kann nicht mit dem oben erwähnten Förderprogramm 455 der KfW kombiniert werden.

04.
Für Unfallopfer oder bei Wehrdienstverletzungen

Andere Träger

Sind Sie aufgrund eines Unfalls oder einer Wehrdienstverletzung auf einen Treppenlift angewiesen, so kommen noch andere Leistungsträger für die finanzielle Unterstützung in Frage: Bei Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen kann unter Umständen die Berufsgenossenschaft die Finanzierung des Lifts übernehmen. Bei anderen Unfällen muss ggf. die Haftpflichversicherung des Unfallverursachers die Kosten des Lifts übernehmen.

Kriegsopfer oder Wehrdienstleistende haben einen Anspruch auf Unterstützung durch die Hauptfürsorgestelle, den Landeswohlfahrtsverband oder den Verband der Kriegsversehrten.

In vielen Bundesländern, Städten, Kommunen oder Regionen gibt es weitere Fördermöglichkeiten durch Zuschüsse oder günstige Darlehen. Sprechen Sie Ihren regionalen Fachberater darauf an, welche weiteren Möglichkeiten evtentuell zur Verfügung stehen.

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